DIY Website-Relaunch: So gehst du vor

Montag, 8:30 Uhr, an einem etwas unordentlichen Schreibtisch. Lou sitzt vor ihrem Computer, neben sich ein Notizbuch. Sie hat erkannt, dass sie dringend einen Website-Relaunch braucht und nimmt das jetzt in die Hand. Voller Motivation greift sie zum Stift, doch plötzlich schießt ihr ein Gedanke durch den Kopf: Wie soll ich vorgehen?

Geht es dir wie Lou? Du bist fest entschlossen, deine Webseite neu zu strukturieren, dein Angebot endlich so zu zeigen, dass Besucher:innen auch buchen und gegen einen frischen Look hast du auch nichts. Dann ist dieser Beitrag für dich! Ich zeige dir, in welche drei großen Bereiche sich ein Website-Relaunch unterteilt, wie du am besten vorgehst und auch, welche Punkte wirklich wichtig sind (und die du daher nicht überspringen solltest).

Vorgehen: 3 Bereiche eines Website-Relaunchs

Wenn du denkst, dass du einen Website-Relaunch an einem Nachmittag durchziehen kannst, dann denkst du leider falsch. Denn der Relaunch ist mehr als nur deine Farben wechseln oder ein neues Logo nutzen. Schauen wir uns die drei Hauptbereiche an, die auf dich zukommen und welche Fragen du dir dabei stellen kannst:

1. Bestandsaufnahme

Wie in vielen Bereichen des Lebens (Urlaubsplanung, Wocheneinkauf, Steuererklärung) steht an erster Stelle die Vorbereitung. Bevor du also auch nur daran denkst, einen Klick auf deiner Website zu machen, musst du dich sortieren.

Am besten erstellst du dafür eine Tabelle und notierst die wichtigsten Informationen jeder Unterseite auf deiner Website: Titel, URL, Inhalt der Seite, Call to Action, also die Handlungsaufforderung, was deine Besucher:innen tun sollen (wenn es denn einen gibt). Bewerten musst du das nicht, denn am Anfang geht es nur darum, sichtbar zu machen, welche Informationen deine Kund:innen wo bekommen.

Für die extra Motivierten empfehle ich zusätzlich ein Mindmap Tool, wie zum Beispiel Miro zu verwenden und damit die Struktur sichtbar zu machen. Zu welcher Unterseite kommen deine Besucher:innen nach welchem Klick?

Wenn diese Fleißaufgabe erledigt ist, schreibst du das Ziel deiner Website auf. Was möchtest du damit in Zukunft erreichen und vor allem: Welche Kund:innen soll sie ansprechen?

Wahrscheinlich hast du dich vor einer Weile mit deiner Zielgruppe auseinandergesetzt. Trotzdem wird es Zeit, sie erneut zu prüfen und vielleicht auch anzupassen. Versetze dich bei der Zielsetzung für den Website-Relaunch so gut wie möglich in deine Traumkundin oder deinen Traumkunden hinein. Welche Informationen braucht die Person, damit sie von dir überzeugt ist?

Zum Schluss könntest du noch einen Blick auf deine Mitbewerber:innen werfen. Wie sind deren Websites aufgebaut und was kannst du dir für deinen Webauftritt ebenfalls vorstellen?

Doch Vorsicht! Es ist immer gut, sich einen Überblick zu verschaffen. Doch du weißt nie, welche Ziele und Traumkun:innen andere Unternehmer:innen in deiner Branche ansprechen möchten. Was für jemand anderen funktioniert, muss nicht für dich funktionieren.

Mein Tipp: Timer auf 20 Minuten stellen, die wichtigsten Websites anschauen, gerne notieren, was dir gefällt und dann ist dieser Part auch beendet. Investiere die Zeit lieber in deinen eigenen Webauftritt, als dich verunsichern zu lassen.

Damit hast du diesen Bereich abgeschlossen. Lass uns zum nächsten Teil übergehen.

2. Planung

Jetzt beginnt die Arbeit. Im Kopf! Daher gilt weiterhin: Finger weg von deiner Website!

Du weißt, wo du gerade stehst (wie deine Seite im Moment aufgebaut ist) und auch, wo du hinwillst (Zielsetzung). Deine Aufgabe: eine Brücke bauen.

Klingt nicht einfach und ist es auch nicht.

Bei allen Überlegungen, die du gleich machen wirst, solltest du dir eine Frage oft stellen: Wie kann ich mein Angebot so einfach und verlockend wie möglich präsentieren?

Einfach bedeutet: Deine Besucher:innen müssen mit möglichst wenig Klicks die Informationen finden, die sie suchen. Dabei musst du wieder die Kund:innenbrille aufsetzen und herausfinden, welche Informationen das denn sind? Sind es Preise, sind es Termine, sind es Kontaktmöglichkeiten?

Um das am besten herauszufinden, braucht es oft den Blick von außen. Ein:e Kolleg:in, ein:e Kund:in oder auch deine Webdesignerin.

Verlockend bedeutet: Deine Besucher:innen müssen sich in deinen Texten, Bildern oder Videos zu 100 % wiederfinden und verstanden fühlen. Dann ist der Weg zum “Jetzt buchen” Button nicht mehr weit.

Auch für diese Aufgabe ist eine gründliche Zielgruppen-Analyse hilfreich.

Wenn du diese Infos beisammen hast (und ich kann dir versichern, dass das nicht eben in 15 Minuten zwischen Mittagspause und nächstem Call erledigt ist), kannst du entscheiden, welche Inhalte auf welche Unterseite gehören. Wo kannst du etwas zusammenfassen, wo braucht es noch mehr Erklärung und welche Inhalte willst du auf deiner Startseite als Wegweiser nutzen?

Denk an die Eingangsfrage: Wie kann ich mein Angebot so einfach wie möglich präsentieren?

Auch jetzt kann ein Mindmap Tool helfen, die Struktur deiner Website bildlich darzustellen. So siehst du direkt, ob du nicht wieder zu komplex denkst.

Damit hast du den “Einfach” Teil abgeschlossen. Jetzt geht es darum, die Inhalte verlockend zu machen – nicht optisch, sondern inhaltlich.

Am wichtigsten sind dabei Startseite, Angebot, “Über mich”.

Auf der Startseite musst du die Aufmerksamkeit deiner Besucher:innen geschickt auf dein Angebot lenken, ohne mit dem Vorschlaghammer zu drohen.

Auf der Angebotsseite musst du die Leser:innen abholen, sodass sie direkt die Kreditkarte zücken möchten, um dich zu buchen.

Auf der “Über mich” Seite geht es in Wahrheit viel weniger um dich, aber hier hast du die Chance, deine User:innen in deinen Bann zu ziehen, dass keine weiteren Fragen mehr übrig bleiben.

Wenn du gut im Texten bist, kannst du deinen Content für den Website-Relaunch selbst überarbeiten. Aber vielleicht ist es an der Zeit, sich Unterstützung durch einen Profi zu holen oder dich nach einem Online-Kurs umzusehen, der dir dabei hilft.

3. Umsetzung des Website-Relaunchs

Kommen wir nun zu der einfachsten Aufgabe: Deinen Website-Relaunch grafisch und technisch umsetzen.

Ja, du hast richtig gelesen!

Klar ist die tatsächliche Umsetzung ohne das nötige Fachwissen kein Spaziergang für dich, sondern vielleicht eher wie Eiskunstlauf. Ohne Schlittschuhe. Auf nicht gemachter Eisfläche (da spricht die alte Eiskunstläuferin in mir!).

Aber dafür hast du ja inzwischen viel Zeit in die Bestandsaufnahme und in die Planung gesteckt. Wenn du ganz genau weißt, was du an welcher Stelle deiner Website sagen willst, sind Design und Technik die kleinsten Hürden.

Und hey, es gibt immer die Möglichkeit, dass du dir dafür Hilfe holst!

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Damit arbeitest du alle wichtigen Punkte in der richtigen Reihenfolge ab und hast schon bald deinen Website Relaunch erfolgreich abgeschlossen.

Don’t rush your Website Relaunch!

Jap, ein Website-Relaunch bedeutet Arbeit. Im übrigen oft mehr als das Erstellen deiner ersten Website. Die strukturelle Arbeit, die hauptsächlich im Kopf passiert, ist dabei der wichtigste Part. Die technische und grafische Umsetzung hingegen ist (mit ein bisschen Hilfe) meist relativ zügig erledigt.

Nimm dir daher Zeit und plane deinen Website-Relaunch. Dein bester Monat ist November? Dann ist das nicht der Monat, in dem du das Projekt startest. Im Sommer ist deine Kundschaft im Urlaub? Dann schnapp dir ein kühles Getränk, setzt dich raus und mach dich an die Planung.

Solltest du an irgendeiner Stelle in diesem Prozess Hilfe brauchen, dann kannst du dich natürlich an mich wenden. In einem Kennenlerngespräch können wir gemeinsam entscheiden, wie wir am besten zusammenarbeiten.

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