Starter-Website: Weniger ist mehr (und diese 6 Dinge braucht sie wirklich!)

Ich bin definitiv nicht die Ordentlichste. Während es bei meiner Schwester so aussieht, als würde in der Wohnung niemand wohnen, sieht es bei mir … anders aus. 😅

Wo ich Chaos aber nicht ertrage: an meinem Schreibtisch. Habe mich bewusst für einen kleineren Tisch entschieden, damit ich noch nicht mal auf die Idee komme, Ablagestapel zu erstellen.

Und: Auf Webseiten ertrage ich ebenfalls kein Chaos. Was sehe ich leider oft – gerade bei Starter-Websites?

Chaos, Überforderung und lauter Seiten und Funktionen, die eigentlich unnötig sind. Deine erste Website muss nicht direkt alles können. Sie muss nur das Wichtigste richtig gut machen!

Was das ist, klären wir jetzt!

Ich brauche Ordnung. Starter-Webseiten auch.

Mein Arbeitsplatz braucht Ordnung. Starter-Websites auch. 

Was deine Starter-Website NICHT sein muss

Steigen wir erst mal mit dem Leichten an. Diese Sachen kannst du dir auf deiner Starter-Webseite sparen:

5 oder mehr Unterseiten

Es gibt nichts Schlimmeres als Webseiten, die künstlich aufgeblasen sind.

Weil man es nicht besser wusste.

Oder weil das benutzte Template 5 oder mehr Unterseiten hatte (und niemand wusste, dass man die einfach nicht benutzen kann).

Es ist deine Webseite. Deine Spielwiese. Du kannst entscheiden, wie groß oder besser: wie klein sie wird.

Ich kann es nicht oft genug sagen: Langweile deine Besucher*innen nicht mit haufenweise aussaglosem Text, nur um Seiten zu füllen.

Überzeuge sie stattdessen mit einem klar formulierten Angebot. Ohne Bla-Bla dazwischen. Sie werden es dir danken, denn niemand hat Zeit und Lust, sich durch seitenweise Inhalte zu scrollen.

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Website-Starter-Kit

Welche typischen Fehler machst du bei deiner ersten Website wahrscheinlich auch und welche Elemente braucht wirklich jede Website? Erfährst du alles in meinem Website-Starter-Kit.

Blog – Nice to have, aber nicht am Anfang

Ich habe seit Jahren einen Blog auf meiner Seite integriert. Aber nicht seit dem ersten Tag. Da hatte ich echt andere Sorgen.

Ja, ein Blog ist richtig gut für deine Sichtbarkeit in den Suchmaschinen. Und neuerdings auch in den Suchergebnissen der KI-Asisstenten.

Aber es ist auch jede Menge Arbeit. Sichtbarkeit passiert nur, wenn du konsistent dranbleibst und regelmäßig bloggst. Nicht über unwichtige Sachen, sondern über relevante und gut recherchierte Themen. Dafür hast du am Anfang keine Kapazitäten – das sage ich dir aus meiner Erfahrung und auch aus meinen bisherigen Website-Projekten.

Kundinnen, die direkt auch mit einem Blog starten wollen, gehen sehr viel später online als gewünscht. Denn zu allem, was du für deine Website erstellen musst, kommen auch noch die Blogbeiträge dazu.

Also: Blog ja – aber eben später. Erst mal mit der Webseite online gehen.

Newsletter

Es gilt das Gleiche wie beim Blog: Ein Newsletter kann ein tolles Tool sein, um mit deinen Interessent*innen in Kontakt zu bleiben. Ich habe auch einen und liebe es, ihn zu schreiben (du willst mitlesen? Dann kannst du dich hier anmelden: https://magdalenagajewski.de/#workbook)

Direkt beim Start wird dich das aber überfordern.

Kurzer Exkurs: Du bindest zwar die Anmeldung zum Newsletter auf deiner Website ein. Aber geschrieben und versendet wird es über ein externes Tool.

Du musst dich also zusätzlich zur Website für ein Tool entscheiden, dich einarbeiten, das Double-Opt-In-Verfahren einrichten, eine Liste anlegen und das alles mit deiner Website verknüpfen.

Spar dir das. Ehrlich.

Geh erst mal online, bekomme ein Gefühl für deine Webseite – und wenn du dann wieder Kopfkapazitäten hast, startest du mit einem Newsletter.

Das ausgefallenste Design der Welt

Du bist nicht Apple.

Und ehrlicherweise muss ich sagen: Die Apple-Website ist schick. Aber ein Albtraum, wenn du wirklich etwas über ein Produkt erfahren willst. Du wirst nur von Highlights, Bewegungseffekten und Co. geblendet.

Da Apple nun mal Apple ist, können die sich das erlauben. Denn wer so ein Produkt haben will, wird sich durchkämpfen.

Du und ich sind aber nicht Apple.

Wir wollen also nicht, dass sich jemand mühsam durch unsere Inhalte klicken muss. Wir wollen gern direkt sein. Zeigen, was wir können und anbieten.

Ein professionelles Design unterstützt das natürlich. Aber dafür brauchst du weder sich bewegende Bilder noch Überschriften in einer Größe, die nur 3 Buchstaben nebeneinander zeigt.

6 Essentials: Das braucht deine Starter-Website

Jetzt kommen wir zu den wirklich wichtigen Sachen. Das wird eine Mischung aus “Musst du schon vorher vorbereiten”, Aufbau, Design und Rechtliches. Legen wir los!

Durchdachtes und ausformuliertes Angebot

Alles steht und fällt damit, wie gut du dein Angebot in Worte fassen kannst. Nicht in „Ich schreibe, bis die Tastatur heißläuft“, sondern in: So kurz wie möglich und so lang wie nötig.

Darauf solltest du besonders achten:

  • Ist dir deine Zielgruppe klar? Sprichst du ihre Sprache?
  • Versuchst du, „klüger“ zu klingen und packst deine Texte voll mit Fachsprache, die außer dir und deiner Branche niemand versteht?
  • Ist dein Angebot zielführend und löst es konkrete Probleme deiner Zielgruppe?

Ich bin natürlich keine Texterin und Angebote in Worte zu fassen ist schwer. Diese Fragen helfen dir aber vielleicht weiter.

Entscheidung, wie viele Unterseiten du wirklich brauchst

Ganz konkret als Vorschlag: Startseite, Angebotsseite, Über mich, Kontakt. Fertig.

Mehr braucht es nicht. Vor allem nicht, um online zu gehen.

Du hast ein Buch zu deinem Thema geschrieben? Super! Aber die Seite stellst du hintenan – und erwähnst es nur in einem Abschnitt auf der Startseite und deiner Über-mich-Seite.

Du möchtest später auch einen Onlinekurs zum Thema anbieten? Gute Idee, aber solange es keine konkreten Inhalte gibt und du nicht daran arbeitest, braucht es dafür auch keine Unterseite, auf der dann nur steht: Inhalt folgt bald. Merkt sich niemand.

Blog und Newsletter? Wie oben schon erwähnt: nice to have, aber später.

Bleib kompakt.

Und jetzt wird es wild: Vielleicht reicht dir auch eine Onepager-Website? Was das ist und wann es passt, kannst du hier nachlesen: Onepager für Selbstständige: Sichtbar werden ohne Riesenprojekt.

Eine Kontaktmöglichkeit. Eine!

Es reicht nicht mehr, nur eine Kontaktseite zu erstellen und zu hoffen, dass sich jemand draufverirrt. Biete deinen Besucher*innen überall auf deiner Website eine Kontaktmöglichkeit an. Dazu gehören unbedingt deine Startseite und deine Angebotsseite(n).

Auch wichtig: Entscheide dich für eine Kontaktmöglichkeit.

Vertrau mir, das erleichtert auch dir das Leben. Entweder arbeitest du direkt mit einem Link zu einem Kalendertool, damit man sich einen Termin für ein Erstgespräch buchen kann.

Oder du gibst eine E-Mail-Adresse raus. Oder du erstellst ein Kontaktformular (halte das klein und frag nicht direkt 100 Sachen ab!). Oder auch telefonisch, wenn du so arbeitest.

Mache es deinen Besucher*innen (und dir) leicht: Es gibt nur eine Option! Die ist aber strategisch und auffällig auf der gesamten Webseite verteilt.

Eine Über mich Seite

Du musst dich auf deiner Starter-Website zeigen. Niemand bucht anonym – vor allem nicht, wenn du mit Einzelpersonen oder kleinen Unternehmen arbeitest.

Du bist da draußen im WWW sicher nicht die Einzige in deiner Branche. Aber du bist die Einzige da draußen, die so ist und arbeitet, wie du es eben tust.

Was du nicht brauchst auf deiner Website: einen langweiligen Lebenslauf. Du stellst dich zwar vor, aber bewirbst dich nicht. Sollten bestimmte berufliche Stationen für deine Arbeit relevant sein, dann solltest du sie natürlich zeigen.

Eine gute Über mich-Seite ist schwer. Ich habe mit meiner auch lange gestruggelt. Vielleicht hilft dir dieser Artikel weiter: 7 Must-Haves für deine Über mich-Seite – inkl. Vorlage, wie du es richtig machst.

Cookie-Banner – ja, brauchst du immer!

Das Thema Datenschutz wird bei kleinen Starter-Webseiten oft nicht wirklich ernst genommen.

Aber ja, jede Website braucht einen Cookie-Banner.

Auch, wenn du keine Social-Media-Verlinkungen nutzt.

Auch, wenn du (noch) keinen Newsletter anbietest.

Auch, wenn du deine Besucher*innen nicht mit Google Analytics oder Matomo trackst.

Auch, wenn du keine Ads schaltest.

Du musst auf deiner Webseite zumindest über die technisch funktionellen Cookies informieren.

Also: Ja zum Cookie-Banner!

Datenschutzerklärung & Impressum braucht deine Starter-Website auch

Macht zwar keinen Spaß, gehört aber eben zu einer Website dazu. Ob Onepager oder große Website mit 6 Unterseiten – du brauchst ein gültiges Impressum und eine Datenschutzerklärung.

Wenn deine Homepage noch recht klein ist, kannst du das zum Beispiel mit dem Generator von eRecht24 erstellen. In der kostenfreien Variante stößt du jedoch schnell an die Grenzen.

Je nach eingesetzten Tools wirst du unter Umständen in ein Abo investieren müssen. Das kannst du danach aber wieder kündigen. In deinem Kopf kannst du es also als Einmalzahlung betrachten.

Übrigens: Wenn ich deine Website erstelle, bekommst du das Impressum und die Datenschutzerklärung von einer Anwältin erstellt: https://magdalenagajewski.de/website-ueberarbeiten-lassen/

Klein starten ist auch eine Option

Zum Schluss möchte ich dir noch etwas zum Nachdenken mitgeben:

Die meisten Websites brauchen gefühlt eine Ewigkeit, um online zu gehen. Das war mit meinem ersten Blog auch nicht anders.

Ich habe mich in Unterseiten, Inhalte und Recherche verloren und über 6 Monate dran gebastelt. Um dann nach wenigen Wochen zu merken, dass es reines Chaos war. Aber: Mein Blog war Privatvergnügen und nicht etwas, was mir beim Geldverdienen helfen sollte.

Deswegen: Eine Starter-Website kann sehr wohl ein Onepager werden. Du kannst tatsächlich mit einer einzigen Unterseite online gehen. Schau mal hier, so hat es eine Kundin von mir auch gemacht: Mellis Onepager.

Es ist aber wichtig, dass du nicht einfach alle Infos auf die Seite klatschst und auf das Beste hoffst. Ein Onepager muss ebenfalls strategisch sinnvoll aufgebaut sein und braucht bestimmte Inhalte, um zu funktionieren.

Ich empfehle dir dazu einen anderen Artikel von mir: Du brauchst keine große Website. Du brauchst eine gute.

Da erkläre ich dir, was ein Onepager als Starter-Website kann, wann es passt und auch, welche Vorteile du hast, wenn wir das zusammen erstellen.

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