Deine Website ist schon eine Weile online, aber du findest sie selbst nicht in den Google Suchergebnissen? Auch dann nicht, wenn du den Namen deiner Website komplett in die Suchleiste eingibst?
Dann bist du nicht sichtbar.
Warum das so ist und was du dagegen tun kannst, darum kümmern wir uns jetzt!
Sinnbild für deine Website, die unsichtbar wird.
Wie „arbeitet“ Google?
Website-Starter-Kit
Welche typischen Fehler machst du bei deiner ersten Website wahrscheinlich auch und welche Elemente braucht wirklich jede Website? Erfährst du alles in meinem Website-Starter-Kit.
7 absolute No-Gos für Google
Wir stellen uns den Google Bot wie einen schlecht gelaunten, vom Job gelangweilten Beamten vor. Mit Brille. Und diese 7 Dinge kann der gar nicht leiden:
1. Kein SSL-Zertifikat auf der Website
Deine Website braucht unbedingt und ohne Ausnahme ein gültiges SSL-Zertifikat. Wirklich ohne Ausnahme. Egal, ob du eine Onepager-Website oder einen mehrseitigen Webauftritt hast. Auch wenn deine Webseite nur eine digitale Visitenkarte ist. Wirklich immer!
Ohne SSL-Zertifikat dreht sich der Google Crawler direkt wieder um. Er wirft noch nicht mal einen groben Blick in deine Richtung. Holt sein Notizbuch raus und malt hinter deine Website die größte Red Flag, die auf die Seite passt.
Ein SSL-Zertifikat wird von deinem Hostinganbieter vergeben und ist in der Regel in deinem Tarif dabei. Du musst es aber aktivieren. Ob deine Website eins hat, kannst du leicht prüfen:
Bei der Eingabe deiner Website im Browser bekommst du eine Warnung ausgespuckt:
Du als Mensch hast trotzdem die Möglichkeit, die Seite zu besuchen. Der Google Bot dreht an dieser Stelle aber um.
Zusätzlich erscheint in deinem Browser vor deiner URL ein “Nicht sicher” oder ein kaputtes Schloss.
Ohne geht es heute einfach nicht mehr. Wenn du also kein gültiges und aktiviertes SSL-Zertifikat hast, dann erscheint deine Website gar nicht in den Suchergebnissen bei Google. Auch nicht auf Seite 254.
2. Deine Website ist nicht mobil optimiert
Es ist mir egal, ob du „weißt“, dass deine Besucher*innen deine Website nicht auf dem Smartphone oder Tablet suchen und angucken. (Kurze Rückfrage: Zeigt deine Statistik der Website wirklich 100 % Zugriffe via Desktop? Das wäre die einzige Möglichkeit, das zu wissen 🤨)
Und dem Google Bot ist das auch völlig schnuppe. Selbst wenn du die einzige Ausnahme bist und wirklich alle nur über einen Laptop oder PC auf deine Seite kommen würden – selbst dann wäre es Google einfach egal.
Die Google Crawler gucken sich die Website seit einigen Jahren „mobile first“ an. Heißt konkret: Erst mal wird gecheckt, wie die Seite auf einem Smartphone und auf dem Tablet aussieht und funktioniert.
Wenn es nicht aussieht und nicht funktioniert, bekommst du erneut einen Eintrag ins Notizbuch von Google und der Bot dreht sich wieder um. Er guckt deine Website dann gar nicht mehr in der Desktop-Version an. Er hat ja schließlich noch unendlich viele andere Seiten anzugucken.
Hast du deine Website auf deinem Smartphone angeguckt und Fehler entdeckt? Dann hilft dir vielleicht mein kleines Tutorial weiter: 9 einfache Tipps für die mobile Optimierung deiner Website.
3. Viel zu große Bilder
Deine Website hat viel zu große Bilder. Am besten noch in einem Slider direkt im Hero-Bereich auf der Startseite.
Erstens: Niemand bleibt auf der Startseite und wartet geduldig ab, bis der Foto-Slider durchgelaufen ist. Oder hast du das selbst schon mal gemacht? In den allermeisten Fällen kannst du dir den also sparen.
Aber auch für alle anderen Bilder gilt: Sie dürfen nicht zu groß sein. Je nach Internetverbindung der Person, die gerade auf deiner Website ist, kann es sonst ewig dauern, bis sich die Bilder einzeln geladen haben.
Das macht deine Website langsam. Und das hasst der Google Bot fast genauso wie kein SSL-Zertifikat zu haben. Google ist ungeduldig. Google wartet nicht.
Daher muss deine Seite flott sein.
Für Bilder gilt daher: Sie sollten nicht größer als 200-300 KB sein. Wenn du viele Fotos benutzt, dann sogar lieber nur 150-200 KB. Idealerweise speicherst du deine Bilder im WEBP-Format ab. Das macht sie schön klein, aber du verlierst keine Qualität. Das ist perfekt für Website-Bilder.
5. Broken Links vermeiden
Broken Links sind Verlinkungen auf deiner Website, die aber nach einem Klick ins Nirwana führen. Oder eben auf eine 404-Seite (also “Inhalt nicht gefunden”).
Dabei ist es nicht relevant, ob das Links sind, die zu deinen Inhalten führen, die du nicht mehr auf der Website hast. Oder ob das ausgehende Links zu anderen Beiträgen, Artikeln, Studien etc. sind.
Broken ist broken.
Die Schlussfolgerung, die Google daraus ableitet: Die Website wird nicht gepflegt, niemand kümmert sich um Aktualität. Wahrscheinlich nicht mehr aktiv. Da schicken wir besser niemanden mehr hin.
Wieder bist du aus den Suchergebnissen geflogen.
Wenn deine Webseite schon etwas länger online ist, du viele Unterseiten hast oder eben auch auf Inhalte außerhalb des eigenen Webauftritts verweist, ist es nicht einfach, alles ständig zu kontrollieren.
Und keine Panik: Du fliegst nicht sofort bei Google raus, nur weil ein Link mal ins Nichts führt. Du musst also nicht panisch jeden Tag Seite für Seite anklicken und prüfen, ob noch alles passt.
Aber jedes halbe Jahr könntest du dir Zeit nehmen und deiner Webseite etwas Liebe schenken. Dafür kannst du dieses kostenlose Tool nutzen, um Broken Links zu finden: https://www.drlinkcheck.com/
7. Fehlende Website-Struktur
Wenn wir schon beim Thema Webseitenstruktur sind: Wenn du dir zu Beginn deiner Online-Reise nicht die Zeit genommen hast, um gründlich eine Struktur zu erarbeiten, Unterseiten festzulegen und zu bestimmen, welchen Inhalt deine Besucher*innen wo finden müssen, dann gleicht dein Webauftritt eher dem verrückten Labyrinth. Niemand findet sich zurecht.
Wenn der Google-Bot das Gefühl bekommt, er muss erst mal seinen eigenen Maps-Dienst aufrufen, um sich bei dir nicht zu verirren, dann verreist er lieber woanders hin. Bye bye, Sichtbarkeit!
Ich kann nicht aufhören über Website-Struktur zu schreiben!
Ich kenne das noch von mir: Bei meiner ersten Seite (ein kleiner Reiseblog) habe ich auch einfach drauflos erstellt. Ich habe mich krampfhaft an dem von mir ausgewählten Template festgehalten. Ich hatte auch keine Ahnung, dass ich gar nicht alle Unterseiten davon benutzen muss.
Das Ende vom Lied: Chaos hoch 10.
Damit du es besser machen kannst, habe ich die wichtigsten Struktur-Tipps für deine Website schon mal aufgeschrieben: Von Chaos zu Klarheit: Wie du deine Website in 5 Schritten neu strukturierst.
Fazit
Google ist ungeduldig, kleinlich und lässt sich nichts vormachen. Aber im Grunde will der Bot nur eins: Websites finden, die professionell gepflegt werden und eine gute Nutzererfahrung bieten.
Die gute Nachricht: Die meisten dieser Red Flags sind mit überschaubarem Aufwand lösbar. SSL-Zertifikat aktivieren, Bilder verkleinern, Title Tags vergeben – nichts davon ist Hexenwerk.
Gönn deiner Website also regelmäßig einen Check-up. Deine Besucher*innen, Google und ich werden es dir danken! 😉




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