Quick Fix: 6 Ideen für eine einfache Website Optimierung

Dienstag, 8:23 Uhr: Lou guckt auf ihre Website und irgendwas gefällt ihr nicht. Sind es die Farben? Liegt es an den Texten? Wie wirkt die Startseite eigentlich auf ihre Besucher:innen? Sie seufzt. Wenn es doch nur ein paar Quick-Fixes gäbe, mit denen sie ihre Website optimieren könnte!

Ich habe gute Nachrichten: Die gibt es! Ich zeige dir sechs relativ simple Möglichkeiten, die Wirkung deiner Website auf deine potenziellen Kund:innen und damit die Nutzer:innnenerfahrung zu verbessern.

Website-Optimierung mit Quick-Fixes ist nur bedingt möglich

Eins vorweg: Ja, mit diesen Tipps kannst du deine Webseite aufmöbeln. Aber wenn du ernsthaft Kund:innen darüber gewinnen willst und dabei auf die Sichtbarkeit mit Google setzt, dann braucht es mehr als das.

Doch nicht bei jeder Unternehmerin steht das im Vordergrund und vielleicht möchtest du in erster Linie die Erfahrung deiner Nutzer:innen verbessern, die über andere Kanäle auf deine Website aufmerksam werden.

Dann habe ich sechs Quick Fixes, mit denen du das easy und vor allem selbst umsetzen kannst.

1. Website optimieren durch einen Perspektivenwechsel

Ich kann das…

Ich mache das…

Das ist meine Passion…

Klar ist es wichtig, dass dich deine potenziellen Kund:innen kennenlernen und wissen, was du warum machst. Aber in erster Linie interessieren sie sich für ihr eigenes Problem und suchen eine Lösung dafür.

Daher ist bei deinen Website-Texten ein Perspektivenwechsel gefragt. Erkennst du das Problem deiner Besucher:innen? Wie kannst du es konkret lösen? Wie werden sie sich nach der Zusammenarbeit mit dir fühlen?

Stelle deine Kund:innen in den Mittelpunkt und beweise, dass du genau weißt, wie sie sich fühlen. Damit baust du direkt Vertrauen auf, dass du genau die richtige Person bist.

Zusätzlicher Tipp: Du bist die Expertin in deiner Branche und kennst daher alle wichtigen Fachbegriffe – deine Kund:innen wahrscheinlich nicht. Verwende daher eine möglichst einfache Sprache und erkläre komplexe Sachverhalte so, dass es auch deine 8-jährige Nichte versteht.

2. Überarbeite deine Startseite

Die Startseite deiner Website – auch Homepage genannt – ist wie der Eingangsbereich deiner Wohnung. Du erklärst Gästen, die du zum ersten Mal in deiner Wohnung empfängst, was sie wo finden: Hier ist das Bad, dahinten die Küche mit den Snacks und hier geht es zum Wohnzimmer.

Das ist auch die Aufgabe deiner Startseite. Sie soll Besuchenden mit wenigen Blicken klarmachen, was sie bei dir bekommen und welche Informationen sie wo finden.

Viele Homepages sind jedoch reine Textwüsten. In viel zu vielen Worten wird hier über das Angebot und über sich selbst gesprochen.

Deine Startseite solltest du immer als Letztes erstellen, denn dann weißt du bereits, welche Inhalte du hast und auf welche du von hier aus verweisen willst. Wenn deine Website fertig ist, dann analysiere erneut deinen Content und prüfe, ob du von der Startseite darauf verweist.

Die wichtigsten Elemente einer Startseite sind:

  • Catchy Headline: Was erwartet Besucher:innen hier, was bekommen sie?
  • Angebot: Du verweist in wenigen Worten auf dein Angebot mit den entsprechenden Verlinkungen zu weiterführenden Informationen dazu.
  • Über dich: Wer bist du und warum machst du, was du tust? Auch kurz und prägnant formuliert, statt deinem kompletten Lebenslauf aufzulisten.
  • Testimonials: Für wen hast du bereits gearbeitet und hast das Problem gelöst?
  • Call To Action: Was sollen deine Besucher:innen nun am besten machen? Dich kontaktieren? Ein kostenloses Erstgespräch vereinbaren? Sich für deinen Newsletter eintragen? Sag es ihnen konkret!
  • Optional: Hast du einen Blog, auf dem du regelmäßig Content veröffentlichst? Dann kannst du hier eine kleine Auswahl an Artikeln zeigen. Mehr als drei sollten es aber nicht sein.

Vermeide es, auf der Startseite immer wieder neue Sektionen einzufügen, nur weil du für die Inhalte keinen besseren Platz findest. Nicht jeder Content deiner Website muss auch auf der Startseite erwähnt werden. Vielleicht reicht eine Verlinkung im Menü oder im Footer?

3. Passen deine Farben noch zu dir?

Eine relativ einfache Möglichkeit, deine Website zu optimieren, sind neue Farben. Doch Vorsicht! Auch das ist nicht “eben mal erledigt”, sondern braucht ein bisschen Vorarbeit.

Website-Farben solltest du nie einfach aus dem Bauch heraus wählen. Nicht umsonst gibt es Brand-Designer:innen, die genau darauf spezialisiert sind. Im Idealfall suchst du dir also professionelle Hilfe.

Wenn das im Moment nicht möglich ist, dann hilft dir vielleicht folgendes:

  • In erster Linie muss das Farbkonzept nicht dir, sondern deinen Besucher:innen gefallen. Farben können ganz unterschiedliche Emotionen wecken und so genau die Kund:innen ansprechen, mit denen du arbeiten möchtest.
  • Frage außenstehende Personen nach ihrer Meinung – idealerweise die, die du als deine Traumkund:innen identifiziert hast (und nicht deine Mama, die eh alles gut finden muss, was du machst).
  • Tauche ein bisschen in die Farbpsychologie ein, vielleicht hilft dir dabei dieser Artikel: Farbchaos: 6 Tipps, mit denen du deine Website Farben findest.

Entscheide dich für maximal drei Farben, damit deine Website nicht zu schrill wird. Wenn du dir unsicher bist, würde ich dir sogar nur zu zwei Farben raten. Weniger ist mehr!

4. Jede Unterseite braucht einen Call To Action

Ein Call To Action ist eine Handlungsaufforderung für deine Besucher:innen. Was sollen sie als Nächstes tun, wenn sie deinen Content gelesen haben?

Die wichtigste Regel: Jede Unterseite hat nur einen Call To Action. Deine Besucher:innen sind faul – und das meine ich nicht im negativen Sinn! Sie lesen deine Inhalte, sind vielleicht schon fast überzeugt und nun braucht es noch einen kleinen Schubser in die richtige Richtung. Sie wollen sich nur nicht selbst überlegen, welche Richtung das ist.

Soll ich mich jetzt für den Newsletter anmelden? Oder ein Erstgespräch buchen? Oder die Kontaktseite suchen?

Bei der Erstellung jeder Unterseite musst du dir überlegen, welches Ziel sie hat und das versuchst du durch eine klare Handlungsaufforderung zu erreichen.

5. Funktioniert deine Website auch auf dem Smartphone?

Jap, ich weiß: Die Optimierung deiner Website für Smartphone und Tablet macht selten Spaß. Das ist aber wirklich, wirklich wichtig!

Die meisten Besucher:innen gucken mittlerweile mit dem Smartphone Websites an. Ist dein Webauftritt nicht dafür optimiert, sind deine potenziellen Kund:innen direkt auf dem Weg zu deinen Mitbewerber:innen.

Der häufigste Fehler bei der mobilen Darstellung sind zu große Schriftgrößen. Du kannst selten die gleiche Größe für die Desktop-Ansicht, das Tablet und das Smartphone verwenden. Die meisten WordPress-Themes bieten jedoch mittlerweile eine unkomplizierte Möglichkeit an, das individuell einzustellen.

Prüfe auch, ob deine Bilder gut zu sehen sind. Manchmal hilft es, einzelne Bilder in der mobilen Ansicht einfach auszublenden, da sie nur unnötig die Seite verlängern.

Verwendest du Animationen? Auch die können in der mobilen Variante verwirrend wirken und sollten eventuell ausgeschaltet werden.

6. Website durch Struktur optimieren

Eine schlechte Struktur ist bei Weitem das häufigste Problem, warum Websites weder gut aussehen noch Kund:innen generieren.

Wenn du deine Website zu Beginn deiner Selbstständigkeit selbst erstellt hast, war das vielleicht noch anders. Dein Angebot war übersichtlich, du hattest nicht viele Inhalte und alles hat schön zusammengepasst.

Mit der Zeit kamen aber andere Angebote und Inhalte dazu und du hast einfach nur hinzugefügt, anstatt über eine sinnvolle Struktur nachzudenken. Hier noch eine Unterseite, da noch etwas auf die Startseite gepackt – das passiert häufig.

Je nachdem wie “chaotisch” dein Webauftritt ist, kann dir hoffentlich dieser Artikel weiterhelfen: Website-Struktur: 5 Schritte für mehr Ordnung (und mehr Kund:innen).

Doch ich will ehrlich sein: Die Überarbeitung der Struktur ist eher kein Quick-Fix. Wenn du dir dabei Unterstützung wünschst, dann vereinbare deinen Kennenlerntermin und wir schauen zusammen, ob und wie ich dir helfen kann.

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