3 Phasen, um das passende WordPress Theme zu finden

Donnerstag, 9:12 Uhr. Lou setzt sich mit einer Tasse Tee an ihren Schreibtisch. Sie ist hoch motiviert. Sie braucht eine neue Website und sie wird sie mit WordPress erstellen. Sie findet einfach ein schönes WordPress-Theme, passt es an und fertig.

25 Minuten später legt sie ihre Stirn auf die Tischplatte, während ihr Tee mittlerweile kalt ist. Wie soll sie denn bloß bei der Auswahl eine Entscheidung treffen?

Erschlagen von der Auswahl?

Ich schätze, du hast das Problem mittlerweile ebenfalls erkannt: Du möchtest deine Website mit WordPress erstellen und bist von der Auswahl an Themes erschlagen.

Kurzer Einschub: Theme ist in der WordPress Welt eine Vorlage, mit der du deinen Webauftritt mehr oder weniger einfach erstellen kannst.

Mittlerweile weiß ich, dass dich eine “Fehlentscheidung” ziemlich viel Zeit und damit eben auch Geld kosten kann. Zwar kannst du oft lesen, dass ein Theme-Wechsel total einfach ist, aber das stimmt leider nicht.

Ich habe noch kein einziges Mal erlebt, dass ein neues Theme die vorherigen Einstellungen und Inhalte übernommen hat und ich mich entspannt zurücklehnen konnte. Eher im Gegenteil: Oft sind die benötigen Anpassungen so aufwendig, dass ich die Unterseiten lieber von Neuem erstelle.

Ich erinnere mich noch genau das Gefühl, als ich vor Jahren auf der Suche nach einem Theme für meinen Reiseblog war. Voller Motivation saß ich abends vor dem Rechner und war nach 20 Minuten nur noch frustriert. Wie soll ich mich bei der Auswahl entscheiden?

Am nächsten Tag habe ich meine Kollegen nach Tipps für diese Entscheidung gefragt (damals arbeitete ich noch als Marketing-Assistentin in einem Software-Unternehmen). Und diese Tipps waren so hilfreich, dass ich sie aufschreibe, damit du leichter dein WordPress Theme finden kannst.

Genereller Tipp vorweg: Probiere nach Möglichkeit mehrere Themes aus und spiele ein wenig mit ihnen herum. Du bekommst ein Gefühl, wie einfach dir die Anpassungen fallen und ob du dir vorstellen kannst, die nächsten Jahre damit zu arbeiten.

Kostenfrei vs. kostenpflichtig – was ist besser?

Es gibt nicht nur generell haufenweise WordPress-Themes, aus denen du wählen kannst. Zusätzlich gibt es die Unterteilung in gratis und kostenpflichtig.

Kostenfreie Themes sind für Anfängerinnen eine super Möglichkeit, WordPress überhaupt kennenzulernen, das Backend zu verstehen und technische Zusammenhänge zu erfassen. Trotzdem rate ich dir, für einen professionellen Webauftritt ein kostenpflichtiges WordPress Theme zu finden (ich komme auch gleich zum „Warum“).

Solltest du aber zunächst mit einer gratis Vorlage starten wollen, dann lade sie dir nur direkt im Backend deiner WordPress Installation herunter. Dann bekommst du zumindest keinen Quatsch, der am Ende nicht funktioniert oder sogar Viren in deinem Code platziert.

Kommen wir aber zu den Vorteilen von kostenpflichtigen Themes:

  • Basieren in der Regel auf gutem „Code“: Hinter kostenpflichtigen Themes stecken meistens Programmier-Teams, die sich beim Aufbau der Vorlage richtig Mühe geben und den Code so schreiben, dass es ohne Probleme auch bei dir funktioniert.
  • Support: Du kommst beim Erstellen deiner Website nicht weiter? Dann gibt es Support-Möglichkeiten in Form von Foren, Ticket-Systemen und Facebook-Gruppen.
  • Dokumentation: Du bekommst beim Kauf eine Anleitung, die die wichtigsten Einstellungen und Möglichkeiten erklärt.
  • Guter Demo-Content: Du bekommst Bilder, Farben und Schriften, die dir zeigen, wie schön deine Website aussehen kannst. Die solltest du natürlich ersetzen und anpassen, darfst sie aber auch gerne nutzen, wenn du sie gut brauchen kannst.

WordPress Themes findest du bei vielen Anbietern, ich empfehle dir Themeforest, was der absolute Marktführer ist. Weitere Anbieter sind zum Beispiel Mojomarketplace oder TemplateMonster.

3 Phasen für die Suche nach dem perfekten WordPress Theme

Um dir die Suche so einfach wie möglich zu machen, solltest du diese drei Phasen nacheinander durchlaufen:

Phase 1: Anforderungen kennen

Funktion geht über Design. Viele Unternehmerinnen bewerten die WordPress-Vorlagen nur nach der Optik. Klar ist die wichtig! Aber wenn du nicht weißt, welche Funktionen deine Website haben soll, wirst du dich nie entscheiden können oder die falsche Entscheidung treffen.

Schreibe daher zunächst alles auf, was deine Website idealerweise haben soll. Ein paar Beispiele:

  • Brauchst du einen Onepager (also lediglich eine Art digitale Visitenkarte in schön), einen Online-Shop, einen Blog?
  • Bildergalerien für Fotograf:innen oder Designer:innen
  • Preistabellen für Lektor:innen oder andere Dienstleisterinnen
  • Kommentarfunktion für deinen Blog
  • Forum für Austausch
  • Slider für Bilder
  • Mehrsprachigkeit
  • Sidebar
  • Pagebuilder für die maximale Anpassung ohne Programmierkenntnisse
  • Kontaktformular

Wenn du alles notiert hast, dann bewerte deine Liste nach

  1. Brauche ich unbedingt!
  2. Wäre nett!

Die Sachen aus der ersten Kategorie sollte dein Theme mitbringen. Die Funktionen aus der zweiten kannst du auch später über die Einbindung von Plugins (Funktionserweiterungen) einbinden.

Tipp: Die meisten Marketplaces bieten eine Filterfunktion, in der du deine Branche auswählen kannst. Anschließend bekommst du eine Vorauswahl – sehr hilfreich!

Phase 2: Themes richtig beurteilen

Durch deine Anforderungsliste hast du nun eine Auswahl an Themes, die hoffentlich nicht mehr in die 100.000 gehen. Jetzt geht es darum, die ausgewählten richtig zu beurteilen:

 

Datum des letzten Updates

Daran siehst du, ob sich das Designer-Team noch um das Theme kümmert. Das ist wichtig, damit du auch in Zukunft relevante Sicherheitsupdates bekommst, deine Website auch mit den neuesten WordPress-Versionen funktioniert und du auf den Support zählen kannst.

 

Bewertungen

User:innen wissen am besten, ob das Theme hält, was es verspricht. Lies ein paar Bewertungen und erfahren, wie gut andere mit dem Theme zurechtkommen.

 

Anzahl aktiver Installation

Ähnlich wie die Bewertungen gibt dir das einen Einblick, wie beliebt das Theme ist.

 

Support

Welche Möglichkeiten werden angeboten, wenn du mal feststeckst?

  • Gibt es eine Dokumentation und ist sie verständlich aufgebaut?
  • Wird ein Forum für Fragen angeboten?
  • Gibt es ein Ticket-System, damit du direkt mit den Entwickler:innen in Kontakt treten kannst?

 

Responsive

Auch wenn das eigentlich selbstverständlich sein sollte, finde ich immer wieder Themes, die auf dem Smartphone oder Tablet nicht (gut) funktionieren. Schaue dir daher unbedingt auch diese beiden Varianten vor dem Kauf an.

Phase 3: Installation des Themes

Herzlichen Glückwunsch – du hast dich für ein Theme entschieden! Dann kommt jetzt der einfache Part: Du hast es als .zip-Datei erhalten und musst es installieren.

Das geht in der Regel super einfach im Backend:

Du navigierst dich im Backend zu Design>Themes, klickst dann auf „Theme hinzufügen“ und anschließend auf „Theme hochladen“. Du wählst deine Datei aus und lehnst dich für einen Moment zurück.

Es kann vorkommen, dass dein Theme nach der Installation plötzlich nicht so aussieht, wie du es vorher gesehen hast. Manchmal musst du in einem zweiten Schritt auch den Demo-Content aufspielen. Bei einem richtig guten Theme öffnet sich direkt eine weitere Seite, die dir genau erklärt, was du nun tun musst. Ansonsten ist es in der Dokumentation Schritt für Schritt erklärt.

Meine Theme-Empfehlung

Ich habe mit vielen Themes Websites erstellt. Bei manchen musste ich mich erst einarbeiten, viel lesen und YouTube nutzen, bei anderen ging es intuitiv.

Mittlerweile arbeite ich nur noch mit dem Divi-Theme. Auf den ersten Blick fand ich es total unübersichtlich und verwirrend, aber jetzt ist es das logischste auf der Welt. Das ist daher meine Nummer 1.

Hier kannst du dir einen Überblick* verschaffen oder das Divi-Theme direkt buchen. Wenn du es über diesen Link machst, bekomme ich eine kleine Provision für meine Empfehlung. Für dich ändert sich dadurch natürlich nichts am Preis.

Das BeTheme in Kombination mit dem Pagebuilder WPBakery funktioniert für mich auch sehr gut. Damit habe ich mich ebenfalls direkt zurechtgefunden und würde es an zweiter Stelle empfehlen.

Elementor ist ein weiteres Theme, was dir bei der Suche sicher unterkommen wird. Es wird ebenfalls von vielen geliebt und verwendet, für mich ist es jedoch nicht ganz so intuitiv wie zum Beispiel Divi. Das kann aber bei dir genau umgekehrt sein.

Daher komme ich nochmal auf meinen Hinweis vom Anfang zurück: Am besten probierst du verschiedenen Themes aus, um herauszufinden, mit welchem du gut arbeiten kannst.

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